(sie) Eigentlich sollte das 50-jährige Bestehen des Heimatvereins Steinheim ganz im Zeichen des Feierns stehen. Doch das Jubiläumsjahr wird von einer großen Sorge überschattet: Finden sich keine Nachfolger für den Vorstand, droht dem Verein bei der nächsten Mitgliederversammlung die Auflösung.
Seit seiner Gründung im Jahr 1976, kurz nach der 700-Jahr-Feier der Stadt, hat sich der Heimatverein zu einem unverzichtbaren Bestandteil des kulturellen Lebens in Steinheim entwickelt. Aus einer kleinen Initiative der sieben Gründungsmitglieder entstand ein engagierter Verein, der über Jahrzehnte hinweg das Stadtbild und das Gemeinschaftsleben entscheidend mitgeprägt hat.
Zu den größten Erfolgen zählt die Gestaltung des Steinheimer Rochustages über 33 Jahre hinweg sowie die Organisation der „Steimschen Kirmes“, die der Heimatverein rund 30 Mal auf die Beine stellte – Veranstaltungen, die vielen Bürgerinnen und Bürgern bis heute in bester Erinnerung geblieben sind und das Gemeinschaftsgefühl in der Stadt gestärkt haben.
Auch heute übernimmt der Verein wichtige Aufgaben: Er verwaltet den Grillplatz am Struckstein, betreut das Vereinsarchiv, gestaltet jedes Jahr den beliebten Steinheimer Kalender und organisiert Wanderungen. Zu den jüngsten Projekten gehört die Aufstellung der „Alltagsmenschen Waschfrauen“ im Naherholungsgebiet Altenhagen.
All diese Projekte wären ohne den außergewöhnlichen ehrenamtlichen Einsatz der Vorstandsmitglieder, der Mitglieder und vieler engagierter Helfer nicht möglich gewesen. Über Jahrzehnte haben sie unzählige Stunden ihrer Freizeit investiert, Veranstaltungen organisiert, Fördergelder eingeworben und die Geschichte Steinheims lebendig gehalten. Dieses Engagement verdient große Anerkennung.
Nun steht der Verein jedoch an einem Wendepunkt. Ursula Jux, die sich seit beeindruckenden 50 Jahren für den Heimatverein engagiert, Hermann Brak, Mechthild Menze, Johannes Spinräker und Gerda Nölker werden ihre Vorstandsämter aus Altersgründen definitiv niederlegen. Bislang haben sich keine Mitglieder gefunden, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.
Den heutigen Vorstandsmitgliedern liegt besonders am Herzen, dass die erfolgreiche Arbeit des Heimatvereins fortgeführt wird. Gleichzeitig sehen sie in einer Verjüngung auch eine große Chance: Junge Menschen könnten neue Ideen, frischen Schwung und zeitgemäße Impulse in die Vereinsarbeit einbringen und gleichzeitig Bewährtes erhalten.
Sollte sich jedoch keine Nachfolge finden, würde Steinheim weit mehr verlieren als einen traditionsreichen Verein. Mit dem Heimatverein ginge ein wichtiger Kulturträger verloren, der seit fünf Jahrzehnten Geschichte bewahrt, Gemeinschaft fördert und das Leben in der Stadt bereichert. Noch besteht die Hoffnung, dass sich engagierte Bürgerinnen und Bürger finden, die diese Erfolgsgeschichte weiterschreiben möchten. Veranstaltungen, die vielen Bürgerinnen und Bürgern bis heute in bester Erinnerung geblieben sind und das Gemeinschaftsgefühl in der Stadt gestärkt haben.
Interessierte können sich gerne bei Ursula Jux, Tel. 05233 – 8971, per E-Mail: jux-heimatverein@web.de oder bei Hermann Brak, Tel. 0160 – 277261, per E-Mail: brakhermann@web.de melden.
Der Heimatverein lädt zum nächsten Ausflug ein:
Am 26. August ist eine Busfahrt nach Soest geplant mit Stadtführung durch die Altstadt und Besichtigung div. Kirchen von ca. 90 Minuten mit anschließendem gemütlichen Ausklang in einem Cafe. Start ist um 12 Uhr am Friedrich-Wilhelm-Weber_Zentrum.
Anmeldungen bei Ursula Jux, unter Te. 05233 – 8971.