(sij) Es waren zwei Königskinder, die im bekannten Volkslied nicht zusammenkommen konnten. In Eversen repräsentierten zwei Königskinder die St. Antonius Schützenbruderschaft, die über den weiten Weg von Bosseborn nach Eversen zusammengefunden hatten. Der Königssohn heißt Markus Lohr, und er ist der Sohn von Elmar und Karin Lohr, die 2001 den Everser Königsthron bestiegen. Königin Sarah Lohr wuchs in Bosseborn auf, wo ihre Eltern ebenfalls schon einmal als Königspaar des dortigen Heimatschützenvereins gefeiert wurden. Außerdem führte ihr Onkel Thomas Niederprüm als Vorsitzender dieses Vereins die Bosseborner Schützenabordnung an, die den sonntäglichen Festumzug in Eversen begleitete. Zudem ist ihr königlicher Gemahl auch in diesem Verein Mitglied.
Langjährige und verdiente Unterstützer des traditionsreichen Schützenwesens sind die Hofstaatspaare. Sebastian Boldewin ist dem Verein 25 Jahre lang treu. Von 2009 bis 2023 war er Fähnrich. Dem Hofstaat gehörte er mit seiner Frau Nina bereits viermal an. Nina Boldewin kam von Münsterbrock nach Eversen. Sie betreibt dort einen Friseursalon, wirkt im Zickenrott mit, gehört zum „Spülmannszug“ und zur Dorfwerkstatt. Bekannt ist sie als „Sängerin und Rockröhre“ bei der Coverband Unglaublich.
Tobias Dreier ist seit 1996 Schützenbruder. 2003 saß er mit seiner damaligen Partnerin auf dem Schützenthron und 2017 gehörte er mit Nadine dem Hofstaat bereits einmal an. Tobias ist Fußballer und ambitionierter Mopedfahrer. Nadine stammt aus Steinheim, wo ihr Vater und ihr Bruder ebenfalls im Schützenverein eine zweite Heimat haben. Sie selbst ist begeisterte Reiterin.
Gemeinsam repräsentierte das Sextett die St. Antonius Schützenbruderschaft so hervorragend, dass Schützenoberst Dirk Kröger sich während der vom Beifall der vielen Zuschauer begleiteten Festrede sichtlich erfreut zeigte und nicht mit Lob sparte. Das großartige Dorf- und Heimatschützenfest bezeichnete er als „traditionelles Fest der Gemeinschaft, das den Zusammenhalt langfristig fördert.“
Musikalisch wurde der farbenfrohe Festzug durch das von den Ortsheimatpflegern Augustinus Fischer und Bernhard Dubbert geschmückte Dorf vom Spielmannszug Sommersell und vom Musikverein Sommersell begleitet. Die beiden Vereine begleiteten am Samstagabend auch am Ehrenmal für die Toten der Kriege das feierliche Zeremoniell „Großer Zapfenstreich.“

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